Dank erfolgreicher Marketingkampagnen der Schuhindustrie haben die Verbraucher gelernt, bestimmten Behauptungen über die Auswirkungen verschiedener Schuhe oder Produkte auf die Füße zu glauben und zu vertrauen.

Wir hören von Schuhen, die das Fußgewölbe stützen oder entfernen, unsere Landung abfedern oder unseren Gang korrigieren.

Die Wahrheit ist, dass unsere Füße bereits so konstruiert sind, dass sie alles tun, was wir von ihnen verlangen, ohne dass wir irgendwelche Fußprobleme "korrigieren" müssen. In Wirklichkeit verursacht herkömmliches Schuhwerk einen Großteil der Probleme, die wir an unseren Füßen sehen!

Im Folgenden stellen wir einige weit verbreitete Schuhmythen vor und erläutern die tatsächliche Ursache des Problems.

Mythos Nr. 1: Unsere Füße brauchen Dämpfung

Der Gedanke, dass unsere Füße eine Dämpfung benötigen, um den Aufprall bei Aktivitäten wie Laufen und Wandern abzufedern, scheint einleuchtend zu sein. Was unsere Füße jedoch tatsächlich brauchen, ist Unterstützung.

Stellen Sie sich vor, Sie schlafen auf einer weichen, gepolsterten Matratze im Vergleich zu einer festen Matratze. Die weiche Matratze mag sich anfangs angenehm anfühlen, aber am nächsten Morgen wird Ihr Körper wahrscheinlich nicht mehr so glücklich sein. Eine feste Matratze hingegen stützt Ihren Körper und sorgt dafür, dass Sie die ganze Nacht über eine gute Haltung haben.

Gepolsterte Sohlen bieten nicht nur keinen ausreichenden Halt, sondern behindern auch die richtige Fußstellung bei Landungen, weil unsere Füße den Aufprall nicht richtig abfedern können.

Eine stärkere Polsterung verringert die Fähigkeit des Fußes, den Boden unter sich zu spüren, was bedeutet, dass er nicht entsprechend auf verschiedene Untergründe reagieren kann. Das bedeutet, dass unsere Füße nicht die notwendigen Muskeln aufbauen, um die Gelenke und Bänder bei jedem Schritt zu stützen, was zu Beschwerden in den Füßen, Knöcheln, Knien, Hüften und im Rücken führen kann.

Mythos Nr. 2: Sie brauchen spezielle Schuhe, um Ihren Gang zu korrigieren

Wenn Sie schon einmal in ein Laufgeschäft gegangen sind, um Schuhe anzuprobieren, haben Sie wahrscheinlich eine Ganganalyse machen lassen. Dabei beobachtet der Verkäufer Ihren Laufstil und schlägt Ihnen dann Schuhe vor, die Ihre Form korrigieren.

Es gibt drei Kategorien von Laufschritten:

  • Überpronation oder niedriges Fußgewölbe
  • Plattfuß oder normales Fußgewölbe
  • Überpronation oder hohes Fußgewölbe

Die Wahrheit ist, dass es nicht so einfach ist, alle Menschen in nur drei Kategorien einzuteilen. Die spezifische Laufform und die Bedürfnisse jedes Einzelnen sind sehr unterschiedlich, so dass es bei der Korrektur des Gangbildes auf viel mehr ankommt als nur auf die Schuhe.

Ein besserer Weg, den Gang zu korrigieren, ist Krafttraining und Beweglichkeitsübungen. Natürlich glauben wir bei Lems auch, dass das Laufen in einem natürlichen, fußgerechten Schuh die Zehen vollständig spreizen können, das Gleichgewicht verbessert wird und Muskeln, Gelenke und Bänder beim Aufprall ausreichend unterstützt werden.

Mythos Nr. 3: Die einzige Möglichkeit, Fußprobleme zu beheben, ist eine Operation

Zum Glück ist das nicht wahr! Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten zur gängige Fußprobleme zu korrigierenswie Ballenzehen, Hammerzehen und Neurome zu korrigieren, ohne dass eine Operation erforderlich ist.

Der Umstieg auf minimalistische Schuhe ist ein guter erster Schritt. Wir haben bereits erörtert, wie herkömmliches Schuhwerk zu Fußproblemen führen kann und warum minimalistische Schuhe den Weg zur Korrektur ebnen können.

Für diejenigen mit ernsteren Problemen, Aufbau von Fußstärke eine gute Möglichkeit, die Mobilität geschädigter Füße wiederherzustellen. Tragen von Richtige Zehen ist ein weiteres Hilfsmittel, das dazu beitragen kann, die durch herkömmliches Schuhwerk verursachten Schäden zu beheben.

Mythos Nr. 4: Orthesen korrigieren Fußprobleme

Ein typisches Rezept für Fußbeschwerden wie Plantarfasziitis und Schienbeinkantensyndrom sowie bei Plattfüßen sind Einlagen. Die Form des Fußes ist jedoch nicht das Problem. Das eigentliche Problem ist die Form des Fußes im Inneren des Schuhs.

Da sich herkömmliche Schuhe im Zehenbereich verjüngen, an den Zehen ansteigen, die Ferse anheben und das Fußgewölbe verändern, müssen die Muskeln im Fuß nicht so hart arbeiten und werden schwächer, was zu einer geringeren Stabilität des Fußes führt.

Durch das Tragen von Schuhen, die den Fuß in seiner natürlichen Position belassen, können sich die Muskeln wieder aufbauen und für Stabilität sorgen.

Mythos Nr. 5: Hochhackige Schuhe stützen den Knöchel besser

Die Angst, sich den Knöchel zu verstauchen, ist unter Läufern und Wanderern weit verbreitet, und man geht davon aus, dass hohe Schuhe eine Verstauchung auf dem Weg verhindern können.

Das höhere Profil mag das Gehirn davon überzeugen, dass der Knöchel zusätzlichen Halt hat, aber was tatsächlich zur Stabilisierung des Knöchels beiträgt, sind Kraft und Beweglichkeit. Wer dazu neigt, mit dem Knöchel umzuknicken, kann mit regelmäßigen Kraftübungen für den nötigen Halt sorgen.

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Geschichte der Schuhe

Im Laufe der Zeit hat sich natürlich auch das Schuhdesign weiterentwickelt. Zunächst waren Sportschuhe üblich, die auf Komfort und Leistung ausgerichtet waren. Als die Schuhe jedoch in Mode kamen, wurden sie unpraktischer und waren mehr auf Aussehen als auf Komfort ausgerichtet.

Werfen wir einen tieferen Blick in die Geschichte des Schuhwerks und erfahren wir, wie das Design der heutigen Schuhe zu einer Vielzahl von Fußproblemen geführt hat, darunter Ballenzehen, Hammerzehenund mehr.

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